Von ungefähr Mai bis Juli, also wenn der Bienenstaat in der Blüte der jährlichen Entwicklung steckt, beginnen die Bienen zu schwärmen. Das heißt, zwei Drittel der Bienen sammeln sich mit der alten Königin in einer Traube, um einen geeigneten Nistplatz zu finden.
Die biologische Grundlage bildet die natürliche Vermehrung des Bienenvolkes.
Diese Vermehrung basiert auf die Anzahl der Arbeitsbienen und die Erzeugung von Drohnen und Königinnen.
Die Vorraussetzung dafür ist das Schwärmen der Bienenvölker.
Das Schwärmen ist eine erbliche Veranlagung der Bienenvölker, die zur Verjüngung und Krankheitsverringerung der Völker beiträgt.
Die brutfreie Zeit, in der die Bienen im Schwarm zunächst ein neues Nest bauen müssen, schließt etliche Brutkrankheiten und das Ausbreiten von Schädlingen aus.
Der Teil des Bienenvolkes, welches im Bienenstock verblieben ist, hat sich bereits neue Königinnen herangezüchtet, die kurz vor dem Schlupf stehen. Von diesen Königinnen wird sich die erste und stärkste schließlich im Volk behaupten, indem sie die anderen Königinnen einfach absticht. Bis die Königin jedoch in Eilage geht, vergehen mehrere Wochen, so dass auch hier das Bienenvolk vor Brutkrankheiten geschützt ist. Hier wird neuer gesunder Zuchtstoff von jungen Königinnen weitergegeben.