So vielen Menschen steht die Panik ins Gesicht geschrieben, wenn sie auch nur eine Biene, die womöglich gerade in den Tiefen einer Blüte mit den Gedanken nach noch mehr Nektar, versunken ist, von ein paar Metern Entfernung sehen.
Eine Vorsichtsmaßnahme, die erlernt und weitergegeben wurde.
Natürlich ist die Honigbiene kein monströses Tier mit der Absicht allen Lebewesen in ihrer Umgebung Schaden zu zufügen.
Nochweniger würde sie einfach angreifen, wenn sie auf einem Sammelflug ist und nichts zu verteidigen hat.
Doch ist der Stich einer Biene tatsächlich von dem einer Wespe zu unterscheiden. So hat die Wespe lediglich ihre Brut zu verteidigen, diese ist aber nicht so begehrt, wie das Nest der Biene, die ihren Honig vor weitaus größeren Tieren schützen muss.
Eine Wespe hat ihren Stachel zu dem Zweck, um Mücken oder Fliegen zu erlegen. Der Stachel hat keine Widerhaken.
Im Gegensatz der, der Honigbiene. Angreifende Insekten, kann sie problemlos abstechen und den Stachel, aus dem weichen Chitinpanzer wieder herausziehen. Nicht aber bei Säugetieren mit ihrer ledernen Haut. Hier bleibt der Stachel auf Grund 10 winziger Widerhaken stecken und die Biene zieht sich beim befreien, den gesamten Stachelapparat aus dem Hinterleib heraus und muss sterben.
Was jedoch hier nach einem Fehler in der Natur aussieht, stellt sich als umso ausgeklügelter heraus.
Die Honigbiene hat nämlich bereits mit dem Stich ein Pheromon abgegeben, das weitere Bienen alarmiert.
Außerdem besteht der Stachel aus zwei beweglichen Stechborsten, die durch einen kräftigen Muskel angetrieben, abwechselnd vorgeschoben werden. Am Ende des Stachelapparates mündet die Giftblase.
Reißt sich die Arbeiterbiene nun den Stachelapparat heraus, bleibt der Muskel aktiv und treibt die Stechborsten weiter in die Haut, so dass das Gift aus der Giftblase immer weiter hinein gepumpt wird. Der Angreifer bekommt also nach und nach das gesamte Gift aus der Giftblase injiziert.
Aus diesem Grund darf ein Stachel auch nicht mit den Fingerspitzen heraus gezogen werden, da man auf diese Weise die Giftblase zusammendrücken und komplett entleeren würde.
Der Stachel sollte also nach einem Stich immer abgestriffen werden.
Durch die Widerhaken die beim herausziehen/streifen die Haut beschädigen ist der Stich schmerzhafter als bei einer Wespe und auch kann die Dosis durch eine falsche Handhabung bei einem Bienenstich deutlich höher sein, als bei einem einzelnen Wespenstich.
Zielt die Biene jetzt noch auf die Augen des Angreifers, ist dieser effektiv ausgeschaltet, der Bienenstich schwillt an und der Angreifer ist in seiner Sicht auf lange Zeit behindert und nicht mehr zum Angriff fähig.