Die Arbeiterbienen und nur diese, den Drohnen und Königinnen können kein Wachs produzieren, schwitzen kleine durchsichtige Wachsplättchen aus den Wachsdrüsen aus. Diese 8 Drüsen befinden sich an den 4 letzten Bauchschuppen des Hinterleibes. Bienenwachs ist ein Zuckerstoffwechselprodukt. Die Biene wandelt im Körper zuckerhaltige Nahrung um, die dann zur Wachsproduktion führt. Wie alle Drüsen im Körper müssen sich auch die Wachsdrüsen durch eiweißhaltige Nahrung erst einmal entwickeln. Zum einen ist dieses Wachs, das aus verschiedenen Lipiden besteht, ein Schutz für den Chitinpanzer, zum anderen aber für die Biene unabdingbar für ihren Wabenbau. Am 13. Lebenstag der Biene sind die Wachsdrüsen voll entwickelt und die Arbeiterbiene beginnt ihre Aufgabe als Baubiene.
Der Wabenbau
Der Hauptwachsbau liegt zwischen April und Juni in dieser Zeit bauen die Bienen den Größtteil des Wabenbaus des ganzen Jahres. Für ein Kilo Wachs werden 1.250 000 Wachsplättchen benötigt, oder eben 150 000 Bienen. Die Bienen ketten sich dabei mit den Beinen aneinander und bilden so eine Räuberleiter, um senkrecht von oben nach unten, ihre Wabenzellen zu bauen. Die bauende Biene nimmt mit dem hinteren Beinpaar das Wachsplättchen auf und führt es zum Mundwerkzeug. Dort wird es zerkleinert und mit Speichel bearbeitet, um so die sechseckigen Wabenzellen zu formen. Das Wachs wird dabei effektiv genutzt. So ist die sechseckige Form, als stabiler Wabenbau geeigneter als jeder andere und auch die sparsamste Variante, da keine Hohlräume zwischen den Zellen entstehen. Die einzelnen Wabenzellen sind leicht schräg nach oben gerichtet, damit der später darin gelagerte Honig nicht herausläuft.
Zellengröße
Die Zellen der Arbeiterbrut haben einen Durchmesser von 5,37mm, die der Drohnenbrut einen Durchmesser von 6,91mm und die Königinnenzellen 7,01mm mit einer Zellentiefe von 20-25mm. Die Arbeiterinnen- und Drohnenzellen sind dagegen nicht ganz so hervorstechend mit einer Zellentiefe von 10-12mm
Die Farbe des Bienenwachses
Da die Bienen als reines Wachs durchsichtige Wachsplättchen ausschwitzen, erscheint der Wabenbau der Honigbiene zunächst weiß. Dieses Jungfernwachs verfärbt sich doch mit der Zeit ins gelbliche. Dies geschieht im Bau durch ein pflanzliches Sekret, den Pollenbalsam, mit dem die Bienen die Zellen einpinseln. Auch verfärben sich die Waben durch den Pollen im Honig bei der Einlagerung, durch das bebrüten der Waben, oder einfach durch das Belaufen der Zellenränder von den Bienen. Auf diesen Zellenrändern führen die Bienen übrigens auch ihre Tänze vor.